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Minotaurus Labyrinth

Wir tauchen tief in die griechische Mythologie ein. Die Geschichte von dem Labyrinth-Monster Minotaurus und Ariadne, jener Dame, die den nach ihr benannten Faden erfand, der wiederum sehr hilfreich war, die kennt man irgendwie.

Wir haben es geschafft: Minotaurus ist besiegt. das Monster ist tot. Doch was für einen Preis haben wir dafür bezahlt? Jetzt stecken wir in dessen verdammten Labyrinth fest und müssen einen Ausweg finden.

Es läuft halt nicht immer, wie man sich das gedacht hat. Auch schon damals nicht. Nun ist wirklich Eile angesagt. Auch wenn Minotaurus uns nicht weiter stört, so ist König Minos mit seiner Garde schon auf dem Weg zu uns, denn die beseitigung von Minotaurus will er nicht ungesühnt lassen. Und bleiben nur noch 60 Minuten, bis der König kommt. Wo ist der Ausgang?

Dann mal nichts wie weg hier

Nun sind wir hier schon häufig im Kreis gerannt, doch keine Spur von einem Ausweg. Helfen die Drähte? Oder die Schriftzeichen? oder die Statuen? irgendwie noch nicht - wir haben ein Problem.

Worum geht es hier eigentlich?

"Minotaurus Labyrinth" ist ein Escape-Room. Diese Teamspiele gibt es jetzt seit einigen Jahren und sie haben die unterschiedlichsten Stories, aber immer ein gleiches Element:

Eine Gruppe von Spielern läßt sich gegen Geld und natürlich freiwillig in einem Raum einschließen. Dann gibt es ein Zeitlimit von meist 60 Minuten, in der eine ganze Reihe von Rätseln zu lösen sind, die zum Schluss zum Schlüssel für den Raum und damit wieder in die Freiheit führen.

"The Escape Room" ist der ganz schlichte Name dieses Anbieters aus Hannover. Schon bei der "Flucht der Piraten" hatte ich geschrieben: Doch schlicht ist sicher nicht das, was den Spieler vor Ort erwartet - im Gegenteil. Und das sollte in diesem Labyrinth auf einem spannenden Niveau weitergehen. Wir waren fünf Spieler. Der Raum ist nach Angaben des Anbieters für Teams von 2 bis 8 Personen spielbar. Acht Personen haben hier zwar genug Platz, damit alle Spieler aber genug zu tun haben und richtig in die Rätsel eingebunden sind, ist nach unserer Einschätzung eine Anzahl von drei bis fünf Personen optimal. Minotaurus Labyrinth ist ein ziemlich neuer Raum. Er wurde im August 2018 eröffnet, wir spielten im September 2018 - ganz ohne Kinderkrankheiten funktionierte alles perfekt. Wir fanden in knapp unter 60 Minuten aus dem Labyrinth heraus. Man muss dazu aber sagen: Etwas Vorerfahrung war zumindest für mich inzwischen gegeben, es war der vierte Raum, den ich spielen konnte. - alle in einem komplett anderen Setting. Aber auch ohne Vorerfahrung gilt hier: Durchweg fair gestaltet, niemals langweilig.

"Minotaurus Labyrinth", wie soll so etwas in einem einzelnen Zimmer eigentlich funktionieren? Gut, da ist zunächst die Ausgangstür, gesichert mit einem elektromagnetischen Schloss (die Notöffnung ist natürlich daneben, aber mit Benutzung ist das Spiel auch verloren). Aber dann kommt der restliche Aufbau: Und hier haben die Raumdesigner ganze Arbeit geleistet. Obwohl es nicht wirklich Irrwege gibt, ist das Gefühl, hier in einem Labyrinth zu stecken, schon sehr gut rübergebracht. Ohnehin: Die Story wird bis zum letzten Rätsel sehr konsequent erzählt. Dabei bleiben alle Rätsel fair, tiefgehende Kenntnisse der griechischen Mythologie braucht man nicht, auch wenn die Aufgaben überwiegend gut darin eingepasst waren. Natürlich gibt es eine Vielzahl ganz verschiedener Schlösser, aber auch andere Einlagen, die Geschicklichkeit und Beobachtungsgabe erfordern. Kurzum: Sehr stimmig. Das ich hier auf kein Rätsel genauer eingehen werde, versteht sich von selbst. Es sei nur soviel gesagt: Die Sache mit dem Faden wird witzig umgesetzt. An einem bestimmten Punkt im Spiel, an dem wir vermuteten, am Ziel zu sein, tritt noch einmal eine Wendung ein, die wir nicht erwartet hatten. Das war bautechnisch und erzählerisch gut gemacht, es war trotz gewisser Vorerfahrung überraschend, da wir an genau der Stelle etwas anderes erwartet hatten.

Am Empfang ging es gerade etwas hektisch zu, da an einem Samstag Abend bei sechs spielbaren Räumen gerade das große Wechseln angesagt war. Die Einleitung durch die Spielleiterin war dann auchz kurz und knapp, dafür war die Atmosphäre im Raum um so höher. Die Spielleiterin konnte das Geschehen über Bild und Ton jederzeit verfolgen, so dass das Hilfesystem auch besonders einfach war: Einfach in den Raum sprechen, der Gamemaster hört zu und hat vielleicht einen Tipp. Mit einer Ausnahme waren wir aber schneller als die Tipps. Das einzige, was ich vermisst hatte, war eine Zeitanzeige, wie lange noch die Chance da war, das Labyrinth zu verlassen. Erstaunlich, wie schnell beim intensiven Rätseln auch mal das Zeitgefühl abhanden kommen kann.

Meine Einschätzung, dass die "Flucht der Piraten" nicht das letzte Abenteuer bei "The Escape Room" war, hat sich mit "Minotaurus Labyrinth" voll bestätigt. Welche Mission trauen wir uns als nächstes? "Armageddon", "Draculas Gruft" oder gar "SAW"?

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